Lenka Kronseder
Initiatorin des LK8 SchmetterlingsGartens
Ich bin Lenka – und hinter diesem Garten steht nicht nur eine Idee, sondern ein persönlicher Weg.
Meine beruflichen Erfahrungen, meine Liebe zu ganzheitlichem Wohlbefinden und Gestaltung und schließlich mein eigener Weg mit CRPS sind hier zusammengekommen. Daraus ist ein Ort entstanden, den ich heute mit Wissen, Erfahrung, Menschlichkeit und viel Herz weiterwachsen lasse.
Der LK8 SchmetterlingsGarten ist mein Weg, aus einer Veränderung etwas entstehen zu lassen, das auch anderen Menschen Raum geben darf.
Aus meiner rechten Hand wurde ein Garten
Manchmal verändert sich ein Leben nicht langsam, sondern mit einem einzigen Ereignis.
Meine rechte Hand war für mich immer selbstverständlich. Sie gehörte zu meinem Arbeiten, Gestalten, Berühren, Schreiben und zu all den Dingen, die ich über viele Jahre mit großer Selbstverständlichkeit getan habe.
Dann kam CRPS (Morbus Sudeck)
Plötzlich wurde aus etwas Vertrautem etwas, das meinen Alltag, meine Möglichkeiten und auch meinen Blick auf viele Dinge verändert hat. Ich musste lernen, genauer hinzuhören: auf meinen Körper, auf Grenzen, auf kleine Fortschritte – und darauf, dass nicht jeder Tag gleich sein muss.
Auf diesem Weg entstanden viele Fragen. Ich begann zu lesen, zu verstehen, Erfahrungen zu sammeln und Zusammenhänge neu zu betrachten. Gleichzeitig wurde mir immer deutlicher, wie wichtig es ist, neben medizinischem Wissen auch Raum für das zu haben, was im wirklichen Leben mit einer chronischen Schmerzerkrankung geschieht.
Für Unsicherheit. Für Veränderung. Für Hoffnung. Für kleine Erfolge. Und für Tage, an denen schon ein kleiner Schritt genug ist.
Irgendwann entstand daraus eine Idee:
Warum all das nur für mich sammeln?
Warum nicht einen Ort schaffen, an dem Wissen verständlich werden darf, persönliche Erfahrungen ihren Platz haben und Menschen einander begegnen können – ohne sich ständig erklären zu müssen?
So begann der LK8 SchmetterlingsGarten zu wachsen.
Nicht, weil mein eigener Weg abgeschlossen wäre.
Und auch nicht, weil ich auf alles eine Antwort habe.
Sondern weil ich erlebt habe, wie wertvoll Wissen, Orientierung, Begegnung und Menschlichkeit sein können, wenn sich das eigene Leben plötzlich verändert.
Aus meiner rechten Hand wurde ein Garten.
Was zunächst für Verlust und Veränderung stand, wurde damit auch zum Ausgangspunkt für etwas Neues.
Ein Garten, der aus meinem eigenen Weg entstanden ist – und heute auch anderen Menschen Raum geben darf.

Was ich mitbringe
Mein Weg in den SchmetterlingsGarten beginnt nicht erst mit CRPS.
Seit mehr als 30 Jahren arbeite ich mit und für Menschen – in Dienstleistung, Wellness und Gastlichkeit. Viele Jahre davon in Bereichen, in denen Berührung, Wohlbefinden, Aufmerksamkeit und die individuelle Wahrnehmung eines Menschen eine besondere Rolle spielen.
Als Ayurveda-Therapeutin, Masseurin und mit meinem Hintergrund in ganzheitlichem Wohlbefinden habe ich gelernt, den Menschen nicht nur in einzelnen Bereichen zu betrachten. Gleichzeitig haben mich Gestaltung, Konzeptentwicklung und unternehmerisches Denken über viele Jahre begleitet.
Heute verbinden sich diese Erfahrungen mit meiner Liebe zu Storytelling, Ästhetik und der Entwicklung von ErlebnisWelten.
Ich denke gerne in Zusammenhängen:
Wie fühlt sich ein Ort an? Was brauchen Menschen, um sich willkommen und verstanden zu fühlen? Wie kann Wissen so vermittelt werden, dass es nicht nur informiert, sondern Orientierung gibt und zum eigenen Entdecken einlädt?
Der LK8 SchmetterlingsGarten verbindet deshalb mehrere Teile meines Lebens: Fach- und Berufserfahrung, persönliche Erfahrung, Kreativität und den Wunsch, Räume zu gestalten, in denen der Mensch hinter seiner Geschichte sichtbar bleiben darf.
Nicht eine einzelne Qualifikation hat diesen Garten entstehen lassen – sondern das Zusammenspiel all dessen, was ich über viele Jahre lernen, gestalten und selbst erfahren durfte.
Warum dieser Garten entstanden ist
Auf meinem eigenen Weg mit CRPS habe ich schnell gemerkt, wie groß die Lücke zwischen einer Diagnose und dem wirklichen Leben damit sein kann.
Es gibt medizinische Informationen, Fachbegriffe, Therapien und Empfehlungen. Doch vieles von dem, was Menschen im Alltag tatsächlich bewegt, findet darin nur wenig Raum.
Wie fühlt es sich an, wenn sich das eigene Leben plötzlich verändert?
Wie erklärt man etwas, das andere oft nicht sehen können?
Wie findet man Orientierung, wenn Erfahrungen unterschiedlich sind und nicht jeder Weg für jeden Menschen passt?
Mir hat ein Ort gefehlt, an dem Wissen verständlich werden darf, ohne kalt oder abstrakt zu wirken.
Ein Ort, an dem persönliche Erfahrungen genauso Raum bekommen wie Informationen – ohne dass das eine das andere ersetzen muss.
Auch Angehörige und Menschen, die begleiten, sollten dabei nicht am Rand stehen. Denn chronische Schmerzen betreffen selten nur eine einzelne Person. Sie verändern oft Beziehungen, Alltag, Rollen und das gegenseitige Verständnis.
Und mir war wichtig, dass hinter all dem niemals nur eine Diagnose gesehen wird.
Menschen sind mehr als CRPS. Mehr als Schmerz. Mehr als das, was gerade nicht möglich ist.
Sie bringen ihre Geschichte mit, ihre Persönlichkeit, ihre Kraft, ihre Unsicherheit, ihre Wünsche und ihre ganz eigenen Wege.
Genau deshalb ist der LK8 SchmetterlingsGarten entstanden:
als geschützter Ort für Wissen, persönliche Erfahrung, Austausch, Inspiration und Menschlichkeit – und für die Möglichkeit, sich selbst in all dem nicht zu verlieren.
Der Garten soll nicht vorgeben, wie ein Weg aussehen muss.
Er soll dabei helfen, den eigenen wieder ein Stück klarer zu sehen.

Meine Haltung
Der LK8 SchmetterlingsGarten ist kein Ort für Heilversprechen, Patentrezepte oder Vorgaben, wie ein Weg aussehen muss.
Jeder Mensch erlebt CRPS, chronische Schmerzen und die damit verbundenen Veränderungen auf eigene Weise. Erfahrungen dürfen sich unterscheiden, nebeneinander stehen und trotzdem gleich wertvoll sein.
Hier soll kein Leistungsdruck entstehen. Niemand muss funktionieren, sich beweisen oder „richtig“ mit einer Situation umgehen.
Was hier geteilt wird, möchte Orientierung geben, Mut machen und neue Perspektiven öffnen – ohne den Anspruch, allgemeingültige Antworten zu liefern.
Mir ist wichtig, dass Menschen in ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden.
Dass sie sich mit ihren Fragen, Erfahrungen und Grenzen ernst genommen fühlen.
Und dass Austausch auf eine Weise stattfinden darf, die von Respekt, Offenheit und Menschlichkeit getragen ist.
Genauso wichtig ist mir die Klarheit, dass medizinische Diagnosen, Therapien und Behandlungen immer in fachkundige Hände gehören.
Der Garten kann begleiten, inspirieren und Erfahrungen sichtbar machen – er ersetzt jedoch keine ärztliche, therapeutische oder medizinische Begleitung.
Was dieser Ort stattdessen sein möchte:
ein geschützter Raum für Wissen, persönliche Erfahrung, ehrlichen Austausch und Begegnung auf Augenhöhe.
Nicht Druck, sondern Orientierung.
Nicht Vorgaben, sondern Selbstbestimmung.
Nicht Bewertung, sondern Menschlichkeit.
Ein Garten, der weiterwachsen darf
Als ich begonnen habe, den LK8 SchmetterlingsGarten aufzubauen, wollte ich keinen Ort schaffen, der irgendwann einfach „fertig“ ist.
Denn auch Wissen bleibt nicht stehen. Erfahrungen verändern sich. Neue Perspektiven kommen hinzu. Menschen begegnen einander, stellen Fragen, teilen Gedanken – und manchmal entsteht daraus etwas, das vorher noch gar nicht geplant war.
Genau so darf auch dieser Garten wachsen.
Mit neuen Themen und neuen Erkenntnissen.
Mit persönlichen Geschichten und unterschiedlichen Blickwinkeln.
Mit Begegnungen zwischen Betroffenen, Angehörigen, WegBegleitern und interessierten Fachpersonen.
Und auch mit meinem eigenen Weg, der längst nicht abgeschlossen ist.
Ich möchte offen dafür bleiben, weiterzulernen, Dinge neu zu betrachten und den Garten dort behutsam weiterzuentwickeln, wo etwas Sinnvolles entstehen darf.
Dabei muss nicht alles größer werden.
Manches darf einfach tiefer, verständlicher, menschlicher oder hilfreicher werden.
Denn für mich bedeutet Wachstum nicht, immer mehr zu schaffen.
Es bedeutet, aufmerksam zu bleiben für das, was Menschen brauchen – und gleichzeitig Raum dafür zu lassen, dass jeder seinen ganz eigenen Weg gehen darf.
Ich kenne nicht jeden Weg.
Aber ich weiß, wie wertvoll es sein kann, einen Ort zu finden, an dem man seinen eigenen gehen darf.
